Ukraine Aktuell Nr. 466 (4.5.23/23Uhr)

PUTIN VERLIERT TERRAIN

In der russischen Region Belgorod haben die beiden Anti-Putin Verbände «Legion Freiheit Russland» und das «Russische Freiwilligenkorps (RDC)» vier Siedlungen unter ihrer Kontrolle. Das berichten die beiden Organisationen, die seit drei Tagen erneut in der Region aktiv sind.

Aktuell werde um die Ortschaften Moor, Nekhotivka, Zibrivka, Arkhangelske, Nova Tavolzhanka, Shchebekyne, Rzhevka, Nezhgolsk und Voznesenivka gekämpft. https://t.me/c/1394092619/48445

Die veröffentlichte Karte zeigt die Gebiete, welche unter Kontrolle der «weiss-blau-weissen» Kräfte sind.

Am Mittag sagten die Führer der russischen «Legion» und der «RDC», dass sie mehrere russische Soldaten gefangen haben (FOTO). Sie boten zwei Gefangenen dem russischen Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, an, im Gegenzug für ein gemeinsames Gespräch.

Die «Legion» und die RDC sagten: «Die ist ein Bürgerkrieg, wir müssen das Blutvergießen beenden, Menschen retten, nicht Territorien, wir müssen verhandeln». https://t.me/The3rdForceUA/17370

Aber das Treffen in Nova Tavolzhanka platzte, denn der Gouverneur erschien nicht. Nun wollen die Anti-Putin-Kräfte ihre Gefangenen der ukrainischen Regierung übergeben und so den «Austauschfond» an Gefangenen füllen. https://t.me/c/1394092619/48456

KEINE INFOS ÜBER OFFENSIVE

Es wird keine Informationen über die Ankündigung einer ukrainischen Gegenoffensive geben. Dies hat die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Malyar angekündigt.

Die stellvertretende Ministerin postete auf Telegram ein Video (FOTO) mit ukrainischen Soldaten, die am Vorabend der Gegenoffensive der Verteidigungsstreitkräfte zu Informationsstille aufrufen. https://suspilne.media/496597-plani-lublat-tisu…/

ERFOLG IN SVATOVE

Bei der Stadt Svatove hat eine Einheit der 92. Separatistischen Mechanisierten Brigade einen Angriff der Russen abgewehrt und im Gegenzug 400 Meter besetztes Terrain zurückgewonnen. Ebenfalls neu unter Kontrolle ist ein grosser Teil des Iwaniwski-Waldes in der Nähe von Bakhmut. Das berichtete der Befehlshaber der Streitkräfte der Ukraine Oleksandr Syrskyi.

Der General befindet sich nach eigenen Angaben in unmittelbarer Nähe der Front: «Das gibt uns die Möglichkeit, die tatsächliche Situation vor Ort zu kennen und nicht auf der Grundlage von Berichten oder Meldungen. Im Zuge der Live-Kommunikation mit den Befehlshabern der Einheiten haben wir neue Ansätze und Visionen entwickelt und setzen diese um, um in bestimmten Bereichen der Frontlinie so schnell wie möglich Erfolge zu erzielen», sagte Syrskyi. https://t.me/nvua_official/53229

DIE KAMPFTAKTIK IM SÜDEN

In den letzten Tagen wurden vermehrt Explosionen aus Mariupol, Berdjansk und Melitopol gemeldet. Die drei Städte befinden sich auf einer Linie entlang der Schwarzen Meer Küste und bilden den sogenannten «Krim-Korridor».

Dieser «Korridor» ist einer der Gründe für die vermehrten Angriffe, sagte der Militärbeobachter Denys Popovych im ukrainischen Radio «NV».

«Der so genannten Krim-Landkorridors wird von den Besatzern genutzt, um die besetzte Krim mit Munition zu versorgen, ebenso wie die Krimbrücke. Um diesen Landkorridor zu zerstören, müssen wir Schlüsselpunkte angreifen. Und genau das geschieht jetzt.»

In dieses Bild passt auch der heute gemeldete Angriff auf die Stadt Dzhankoy, im Norden der Krim. Popvych: «Das ist ein Eisenbahnknotenpunkt, an dem schon früher entsprechende Übungen stattgefunden haben. Dies geschah heute während des nächtlichen Angriffs». https://nv.ua/…/berdyansk-melitopol-dzhankoy-vibuhi…

KINDER UNTER DEN OPFERN

Der gestrige russische Angriff auf zwei Wohnhäuser in Dnipro hat auch verletzte Kinder gefordert. (FOTO).

Die Jungen David (6) und Denis (11) liegen auf der Intensivstation. Sasha (15) ist der Schwerstverletzte. Die Kinder hatten Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen. Alle wurden operiert.

Die Leiche der verstorbenen 2-jährigen Liza wurde um 3 Uhr morgens von ihrem Vater zusammen mit den Rettungskräften geborgen. https://t.me/c/1431180517/17452

JEDEN TAG TOTE

Gestern starben in der Region Donezk vier Menschen durch den Beschuss der russischen Armee, zwei in New York, einer in Hirnyk und einer in Siversk.

Sieben Menschen in Hirnyk und einer in Siversk wurde verwundet. Das sagte Pavel Kirilenko, Leiter der Militärverwaltung der Region Donezk. Zivilisten wurden in den Dörfern Pishchane und Zolochiv verletzt.

Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine wurden in der Region Donezk 1548 Menschen getötet und 3644 verwundet. Die genaue Zahl der Toten und Verletzten in Wolnowacha und Mariupol ist unklar. https://t.me/suspilnedonbas/13766

Heute wurden zwei Frauen im Alter von 62 und 74 Jahren durch den russischen Beschuss der Stadt Wowtschansk in der Oblast Kharkiv getötet, wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilte. Drei weitere

https://t.me/KyivIndependent_official/19458

F-16 PILOTEN AUSBILDUNG

Ukrainische Piloten sollen in Gruppen zur F-16-Ausbildung geschickt werden: die erste Liste liegt bereits vor

Dies hat Jurij Ignat, Sprecher der Luftwaffe der Streitkräfte der Ukraine, bekannt gegeben.

Ihm zufolge wird die erste Welle mehrere Dutzend erfahrene Piloten umfassen. Denjenigen, die die englische Sprache gut beherrschen, wurde Vorrang eingeräumt. «Wir können nicht eine große Zahl auf einmal schicken. Man muss hier kämpfen, aber man muss auch dort lernen. Daher werden wir nach einem Rotationsprinzip in Wellen entsandt», sagte Ignat. https://t.me/war_facts_info/54912

MÄDCHEN TURNT WEITER

Die 7 Jahre alte Sasha Pascal (FOTO) verlor ihr linkes Bein als Folge eines russischen Beschusses des Dorfes Zatoka in der Region Odessa im Mai 2022. Nachdem sie unter den Trümmern geborgen wurde, verbrachte sie mehrere Wochen mit multiplen Verletzungen im Spital und ihr musste ein Bein amputiert werden.

Nach der Rehabilitation nahm das Mädchen vor ein paar Tagen erstmals mit einer Beinprothese an Wettkämpfen in rhythmischer Sportgymnastik teil. https://t.me/astrapress/28761

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