Ukraine Aktuell Nr. 408 (7.4.23/21Uhr)

MACRONS VORSCHLÄGE VERPUFFEN

Der chinesische Staatschef Xi Jinping zeigt nach Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron keine Anzeichen, seine Position zum Krieg Russlands gegen die Ukraine zu ändern. Das berichtet das amerikanische Magazin «Politico».

Einem mit dem Verlauf des Gesprächs vertrauten französischen Diplomaten zufolge, sagte Macron, der Westen sei besorgt, dass Peking Waffen an Russland liefern würde.

«Der Präsident drängte Xi, keine Lieferungen an Russland zu tätigen, die dessen Krieg gegen die Ukraine unterstützen würden; Xi sagte, dieser Krieg sei nicht seiner», so die Quelle. https://english.nv.ua/…/macron-fails-to-change-xi…

WARNUNG AN CHINA

Der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg kritisierte China für seine Haltung zum Krieg von Russland gegen die Ukraine.

«China weigert sich, die russische Aggression zu verurteilen, gibt die russische Propaganda wieder und stützt die russische Wirtschaft».

Stoltenberg warnte Peking erneut eindringlich davor, Munition und Waffen an Moskau zu liefern: «Jede Bereitstellung tödlicher Hilfe wäre ein historischer Fehler mit tiefgreifenden Folgen», sagte Stoltenberg.» https://www.euronews.com/…/stoltenberg-lashes-out-at…

MAXIMALFORDERUNG DES KREML

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow hält Friedensgespräche zur Beilegung des Ukraine-Kriegs nur im Zuge einer «neuen Weltordnung» ohne eine Vorherrschaft der USA für möglich.

Verhandlungen müssten auf der Berücksichtigung russischer Interessen basieren. Das sagte er heute bei einem Besuch in der Türkei. «Es geht um die Prinzipien, auf denen die neue Weltordnung basieren wird.» www.tagesanzeiger.ch

114 SIEDLUNGEN BESCHOSSEN

Gestern beschossen die russischen Truppen 9 Regionen in der Ukraine. Attackiert wurden insgesamt 114 Siedlungen mit verschiedenen Waffentypen. Dazu gehören Mörser, Panzer, Artillerie, MLRS (Mehrfachraketenwerfer), S-300 (Boden-Luft-Raketen), Drohnen, taktische Flugzeuge.

Drei Menschen wurden getötet und 17 verletzt. Dies berichtet das Lagezentrums des ukrainischen Verteidigungsministeriums. https://t.me/militarymediacenter/1649

KÄMPFER IM SCHLAMM

Die weissrussische Journalistin Hanna Liubakova veröffentlicht vier Fotos von Soldaten in einem Frontunterstand. Die Soldaten sind zum Teil mit Kautschuk überzogenen Kampfstiefeln ausgerüstet, die das Leben im Schlamm ermöglichen.

Bei den Soldaten handelt es sich um Mitglieder des «Kalinouski-Regiments». Dies sind Weissrussen, die an der Seite der ukrainischen Armee kämpfen. https://twitter.com/HannaLiuba…/status/1644382436254416905

ANDAUENDE BAKHMUT KÄMPFE

Der britische Geheimdienst schreibt heute: «In den letzten Tagen haben die russischen Streitkräfte im Kampf um Bakhmut wieder an Dynamik gewonnen. Seit Ende März 2023 war ihr Vormarsch weitgehend ins Stocken geraten.

Russland hat weitere Gewinne erzielt und ist jetzt höchstwahrscheinlich in das Stadtzentrum vorgedrungen und hat das Westufer des Bakhmutka-Flusses erobert.

Die wichtige 0506-Versorgungsroute der Ukraine westlich der Stadt ist wahrscheinlich ernsthaft bedroht. Es besteht eine realistische Möglichkeit, dass Kommandeure des Wagner und des russischen Verteidigungsministeriums vor Ort ihre andauernde Fehde unterbrochen und die Zusammenarbeit verbessert haben.» https://twitter.com/DefenceHQ/status/1644217224847151104

4’000 VERLUSTE IN EINER WOCHE

Alleine in der letzten Woche hätten die russischen Angreifer bei den Kämpfen um Avdiivka 4’000 Soldaten verloren. Gleichzeitig fehlt es der russischen Armee in den Gebieten, in denen sie offensiv kämpft, nicht an Artilleriemunition. Dies stellen Analysten des amerikanischen «Institut for the study of war» (ISW) fest.

Die russische Armee baue unterdessen neue «Z-Sturm»-Einheiten auf, welche die schwindenden Kräfte verstärken sollen. In diesen «Z-Sturm» sollen Soldaten der 8. Kombinierten Armee (südlicher Militärbezirk) und des 1. Armeekorps der sogenannten «Donezk-Republik» integriert werden.

Die Analysten des ISW wundern sich allerdings, wie diese Einheiten in die bestehende Militärstruktur eingebaut werden können. Hier wiederhole die russische Armee offenbar die bereits mehrfach gemachten Fehler, indem sie auf eine klare und einheitliche Militärstruktur verzichte. https://twitter.com/TheStudyofWar/status/1644141881255768070

«HELDENFRIEDHOF» DER SÖLDNER

Der Financier der russischen Söldner-Firma «Wagner PMC», Jewgeni Prigoschin, stellte sich in seinem neusten Video https://twitter.com/i/status/1644251566269145089 auf einem Friedhof auf. Im Hintergrund sind eine Vielzahl gleich aussehender Gräber zu sehen.

Prigoschin zeigt auf den Friedhof und sagt: «Ja, der Friedhof wächst. Jene die gekämpft haben, sind gestorben. So ist das Leben.» Prigoschin sagt, dass hier gefallene Söldner beerdigt werden und das «ist kein Problem». Er möchte aber, dass dieser Friedhof eine «Gedenkstätte für künftige Generationen» werde. https://twitter.com/Gerashchen…/status/1644251566269145089

PLUMPE FÄLSCHUNGEN

Gestern wurden auf verschiedenen Pro-Kreml Kanälen sogenannte geleakte Dokument der NATO veröffentlicht. Die Herkunft der Originale ist unklar.

Aus den ersten erschienenen Fotos machten prorussische Blogger mittels Bildmanipulationen Dokumente, welche die Verluste der Russen verkleinern und jene der Ukrainer vergrössen.

So wurde aus 72 verlorenen russischen Kampffliegern noch 7 abgeschossene Kampfjets und aus 82 zerstörten Helikoptern noch 8, sowie aus 6’000 zerstörten Panzerfahrzeugen noch 600. Ausserdem wurden statt 35’000 tote russische Soldaten neu 16’000 ausgewiesen.

Gleichzeitig wurden in den gefälschten Dokumenten die Verluste an ukrainischen Soldaten von 16’000 auf 61’000 erhöht. https://twitter.com/kremlintrolls/status/1644248711696982020

UKRAINE EXPORTIERT STROM

Die Ukraine kann ihre Stromexporte wieder aufnehmen. Der ukrainische Energieminister Herman Galuschtschenko hat das entsprechende Dokument unterzeichnet. Die erlaubte Exportkapazität beträgt 400 MW. Das Ministerium fügte hinzu, dass die tatsächlichen Exportmengen je nach Tageszeit und Marktbedingungen variieren können.

«Die Versorgung unserer Verbraucher mit Strom hat absolute Priorität. Deshalb werden die Stromexporte unter der Voraussetzung fortgesetzt, dass die ukrainischen Verbraucher mit Strom versorgt werden, und können ausgesetzt werden, wenn sich die Situation ändert», sagte Galuschtschenko. https://t.me/suspilnedonbas/12392

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