Ukraine Aktuell Nr. 339 (28.1.23/12Uhr)

HOHE VERLUSTE DER RUSSEN

Im Kampf gegen die Ukraine sind bereits 125’000 russische Soldaten gefallen. (Foto: Mobilisierte Reservisten)

Beim Material hat Putins Armee fast 3’200 Panzer verloren. Hinzu kommen an Verlusten über 6’300 gepanzerte Fahrzeuge, 2’188 Artillerie-Systeme, 293 Flugzeuge und Helikopter, 1’947 Drohnen und über 5’000 Lastwagen und Tankwagen. Die Auflistung stammt vom ukrainischen Generalstab und wir täglich aktualisiert. https://www.facebook.com/photo?fbid=516544193991997&set=a.229159252730494

Die Zahlen einzelner Kategorien wie Panzer und Fluggeräte stimmen mit den Angaben von Beobachtungsnetzwerken, wie OSINT weitgehend überein.

Die Zahl der Personenschäden ist nicht kontrollierbar. In Militärkreise gilt die Annahme, dass pro getöteten Soldaten durchschnittlich drei weitere Personen verletzt oder verstümmelt sind.

300 TOTE AUF EINEN SCHLAG

In der Silvesternacht griff die ukrainische Armee mit einem gezielten Schlag eine Versammlungsort russischer Offiziere und Soldaten in Makiivka bei Donezk an.

Der britische Geheimdienst beziffert heute die Verluste der russischen Truppen mit «höchstwahrscheinlich mehr als 300 Verluste». Dabei wurden «die meisten davon nicht verwundet, sondern getötet oder vermisst».

Die russische Armeeführung nahm dazu ausserordentlicherweise Stellung und bezeichnete die Zahl der Verluste mit 89. Dazu schreibt der britische Geheimdienst:

«Die Differenz zwischen der von Russland eingeräumten Zahl der Opfer und der wahrscheinlichen Gesamtzahl verdeutlicht die weit verbreitete Desinformation in den russischen öffentlichen Verlautbarungen.» https://twitter.com/DefenceHQ/status/1619226519556988930

LEOPARD-KOALITION

Polen hat eine «internationale Panzer Koalition» gebildet. Das teilte Mariusz Blaszczak, Leiter des Verteidigungsministeriums Polens, auf Twitter mit. Wer an der Koalition teilnimmt, gab er nicht bekannt. https://t.me/uniannet/87838

Interessant ist: Auf einer der Fotos (veröffentlicht in meinem Newsletter «Ukraine Aktuell», Anmeldung hier: http://eepurl.com/g6FnGX sitzt Blaszczak vor 9 drapierten Flaggen.

Das sind die Fahnen der NATO, von Grossbritanien, der Türkei, Kanada, Polen, Finnland, Norwegen, Schweden und Spanien. Auffallend sind die Präsenz der türkischen Flagge und dass die deutsche Flagge fehlt.

ALLIIERTE LIEFERN 321 PANZER

Die Zahl nannte der ukrainische Botschafter in Frankreich, Vadym Omelchenko, gegenüber dem Nachrichtenkanal BFMTV.
Die Zahl von 321 Panzern hätten die westlichen Partner bereits offiziell bestätigt.

Omelchenko: «Was die Lieferzeit betrifft, so ist sie von Fall zu Fall unterschiedlich. Einige Länder müssen Wartungsarbeiten durchführen, andere haben mit logistischen Problemen zu kämpfen, wieder andere warten auf die Lieferung anderer Modelle», sagte er. https://www.bfmtv.com/ / Meldung von 9.21Uhr)

ITALIEN UND FRANKREICH GEEINT

Frankreich und Italien werden in Kürze die gemeinsame Lieferung von SAMP-T-Luftabwehrsystemen an die Ukraine ankündigen. Dies berichtet die italienische Zeitung «La Stampa» https://www.lastampa.it/esteri/2023/01/26/news/cose_e_come_funziona_samp-t_il_sistema_anti-missile_che_litalia_fornira_allucraina-12607111/

Ausserdem schreibt die Zeitung «Il Messaggero», dass sich die Verteidigungsminister Italiens und Frankreichs auf den Kauf von 700 Aster-30-Flugabwehrraketen für dieses System geeinigt haben. https://www.ilmessaggero.it/italia/samp_ucraina_scudo_missili_da_roma_e_parigi_come_funziona-7194839.html

Das Luftabwehrsystem SAMP-T mit Aster-30-Raketen kann sowohl Marschflugkörper als auch ballistische Flugkörper abschiessen.

3 MENSCHEN GETÖTET

Die russischen Invasoren beschossen heute Morgen im Osten der Ukraine den Ort Kostjantyniwka, Region Donezk, und töteten 3 Menschen. Nach Angaben des regionalen Gouverneurs Pavlo Kyrylenko, wurden mindestens zwei Personen verwundet.

Vier mehrstöckige Gebäude, ein Hotel, Garagen und zivile Fahrzeuge wurden durch den Raketenangriff beschädigt.

Rettungskräfte und Polizei sind vor Ort im Einsatz, um den Menschen zu helfen und das Verbrechen zu dokumentieren. https://t.me/pavlokyrylenko_donoda/6462

KÄMPFE AN DREI FRONTEN

Im Osten gibt es intensive Auseinandersetzungen in Regionen Luhansk und Donezk. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs und ukrainischer Militärblogger setzt der Feind derzeit seine Offensiven in den Richtungen Bakhmut (FOTO), Avdiyivka und Novopavlivska fort.

Anders ist die Situation im Norden und Süden der Ukraine: In den Richtungen Kupjansk, Liman, Saporischschja und Cherson seien die Invasoren in der Defensive. https://t.me/uniannet/87817

RUSSLANDS KRIEGS-FLOTTE

Im Schwarzen Meer sind 14 russische Schiffe im Kampfeinsatz. Zwei davon sind mit Marschflugkörper Abschussrampen ausgerüstet mit total 12 «Kalibr» Raketen.
Im Asowschen Meer kontrolliert Putins Flotte die Seeverbindungen und hält 2 Schiffe im Kampfeinsatz.
Im Mittelmeer sind 10 russische Schiffe, darunter 5 Kalibr-Marschflugkörperträger mit einer Gesamtsalve von 72 Raketen im Einsatz.

In den Meerengen von Kertsch und Jenikal ist ein erhöhtes Verkehrsauskommen russischer Kampfschiffe zu beobachten, schreibt der ukrainische Generalstab. https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid02geBV8PQNbheVKNeozhkJWjAnx1iGgFjLC3UfbqREWBWXAnQsaowNxaD4zLB6LeT8l

RUSSEN KAUFTEN ONLINE

Im letzten Jahr haben Privatpersonen zwischen 300 und 500% mehr Gelder aus Russland in die benachbarten Länder Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan, Armenien und Georgien transferiert.

Mit dem Geld wurden vor allem Waren gekauft, die in Russland aufgrund der Sanktionen und der Rückzüge westlicher Firmen nicht mehr verfügbar waren.

Den rekordverdächtigen Geldtransfer entdeckte die russische Nachrichtenagentur RBC, in dem sie die Angaben der russischen Zentralbank überprüfte. RBC bezeichnete dies als «Umzugs- und Kartentourismus» https://www.rbc. ru/finances/28/01/2023/63d3c4b99a7947a38baccb5c

DIESES MAL KEINE SCHAUSPIELER

Als Putin seine Neujahrsansprache hielt, standen hinter ihm verschiedene Personen in Uniform. In einer ersten Meldung https://aldrovandi.net/2023/01/01/ukraine-aktuell-312-1-1-2023-21uhr/ hiess es, dass sich der Kreml-Diktator auch dieses Mal mit Schauspielern und FSB Agenten umgeben habe.

Als Beleg wurde die blonde Dame links hinter Putin genannt, welche schon öfters als Matrosin, Betende, Abgeordnete oder Eisverkäuferin verkleidet erschien.

Dieses Mal handelt es sich bei der blonden Frau allerdings wirklich um eine Soldatin. Auch die anderen Personen sind echte Militärs und keine Schauspieler. Sie waren zuvor ausgezeichnet worden. Darunter hat es auch solche, welche Kriegsverbrechen begangen haben.

Zu diesem Schluss kommt die Rechercheplattform https://evocation.info/massovka-putina-na-novyi-god/ , welche zu jedem Gesicht die verfügbaren Biographie Informationen zusammentrug. (Foto im Newsletter «Ukraine Aktuell»)

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