Ukraine Aktuell Nr. 338 (27.1.23/20Uhr)

GEFÄHRLLICHE HYPERSCHALLRAKETEN

Bei den gestrigen Angriffen auf Infrastrukturanlagen im Kiew und Saporischja setze Putins Armee Hyperschallraketen vom Typ «Kinzhal» ein.

Die ukrainische Luftabwehr sei derzeit nicht in der Lage, diesen Raketentyp abzuschiessen. Das sagte der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe. https://t.me/KyivIndependent_official/14686

Die Kinzhal ist eine Luft-Boden Rakete. Es gibt sie erst seit 2017 und sie werden aus Flugzeugen abgefeuert. Sie hat, je nach Flugzeugtyp, eine Reichweite von 2’000 bis 3’000 Kilometer und soll Ziele auf einen Meter genau treffen.

Die Rakete kann mit einem Nukleargefechtskopf oder einem rund 500 kg wiegenden Splittergefechtskopf ausgerüstet werden. Kinzhal Raketen fliegen mit einer Geschwindigkeit von Mach-10, also 12’000 Kilometer pro Stunde. https://fr.wikipedia.org/wiki/Kh-47M2_Kinjal
Wie viele Kinzhal Raketen Russland besitzt, ist nicht bekannt.

RUSSLAND HAT NOCH RAKETEN

Vor der Invasion der Ukraine besass die russische Armee 2’500 Hochpräzisionsraketen / Marschflugkörper. Davon sind nach 11 Monaten noch die Hälfte, 1’250, übrig. Das berichtet der litauische Geheimdienst.

Weil Russland auch seit Kriegsbeginn Raketen produziert, könne die Armee den Raketenterror noch weitere 7 Monate in derselben Intensität aufrechterhalten. https://t.me/KyivIndependent_official/14689

DESINFORMATION ALS WAFFE

Nach dem Raketenterror und den Wagner Söldnern setzt der Kreml verstärkt Desinformation als Waffe der ein.

Der britische Geheimdienst schreibt: «In den letzten sechs Tagen behaupteten russische Online-Kommentatoren, dass russischen Streitkräfte erhebliche Fortschritte gemacht und ukrainische Verteidigungslinien in zwei Gebieten durchbrochen hätten: im Gebiet Saporischschja bei Orikiw und 100 km weiter östlich im Gebiet Donezk bei Vuhledar.»

Tatsächlich sei es «höchst unwahrscheinlich», dass Russland tatsächlich substanzielle Fortschritte erzielt hat.

Die Briten ergänzen: «Es besteht die realistische Möglichkeit, dass russische Militärquellen absichtlich Fehlinformationen verbreiten, um zu suggerieren, dass die russische Operation an Dynamik gewinnt.» https://twitter.com/DefenceHQ/status/1618859876188405760

300 – 500 PANZER NÖTIG

Die Ukraine benötigt 300-500 Panzer für die Offensive. Dies erklärte Präsident Volodymyr Zelenskyj in einem Interview mit Sky News, das vom Präsidialamt veröffentlicht wurde.
Er erinnerte daran, dass die Ukraine im Vergleich zu Tausenden von russischen gepanzerten Fahrzeugen ein Defizit hat. https://t.me/nvua_official/41109

Die Übergabe von Abrams-Panzern an die Ukraine wird «viele Monate» dauern. Dies sagte John Kirby, Koordinator des Nationalen Sicherheitsrates der US-Präsidentenverwaltung gegenüber CNN https://t.me/nvua_official/41106

POLEN LIEFERT 74 PANZER

Polen ist bereit, der Ukraine 60 modernisierte Panzer zu übergeben, darunter 30 PT-91 Twardy-Panzer (eine modernisierte Version des T-72).
Hinzu kommen 14 Leopard-2 Panzer, sagte Ministerpräsident Morawiecki in einem Interview mit der kanadischen TV-Station CTVNews.

Morawiecki weiter: «Die Russen haben mehrere Tausend, manche sagen sogar mehr als 15’000, Panzer in ihren Lagern.» https://www.ctvnews.ca/canada/better-late-than-never-polish-pm-applauds-west-for-sending-tanks-to-ukraine-1.6248472

ORBAN FÜR NATO-EINSATZ

Sollte die bevorstehende russische Frühjahrsoffensive erfolgreich sein, sollten die NATO-Mitgliedstaaten die Entsendung von Truppen in die Ukraine in Betracht ziehen. Das sagte heute der ungarische Ministerpräsident Victor Orban.

Zur aktuellen Strategie der Russen in der Ukraine sagte Orban: Die Zeit, in der Russland die Ukraine erobern und eine prorussische Regierung in dem Land einsetzen konnte, sei längst vorbei.

Daher wolle Russlands die Ukraine in eine unregierbare Ruine zu verwandeln, damit der Westen sie nicht «als Preis» beanspruchen könne. Seiner Meinung nach ist dies den Russen bereits gelungen, denn die Ukraine ist jetzt ein «Niemandsland wie Afghanistan». https://t.me/uniannet/87792

RUSSLAND VERSCHLEPPT WAISEN

Mindestens 14 Waisenkinder unter fünf Jahren wurden von Russland aus Kherson in das Krim-Waisenhaus «Jolotschka» gebracht, welches einen schlechten Ruf hat.

Der genaue Aufenthaltsort der Kinder wurde anhand von Fotos ermittelt, die auf der Website «Adoption in der Region Moskau» veröffentlicht wurden.

Im Jahr 2020 wurde bekannt, dass im Waisenhaus «Jolotschka» viele Kinder unterernährt und erschöpft seien, weil sie nicht gefüttert wurden.

Die Genfer Konvention verbietet die Verbringung von Kindern aus dem Gebiet der Feindseligkeiten in das Gebiet eines Angreiferstaates oder in die von ihm besetzten Gebiete. https://t.me/uniannet/87789

JUNGE MUTTER GETÖTET

Heute wurde das Dorf Komyshany bei Kherson von Russen mit Artillerie beschossen. Dabei kam die 24-jährige Bewohnerin Karina Tolkacheva ums Leben. Ihr Mann wurde verletzt. Ihr gemeinsames 6 Jahre altes Kind hat nun keine Mutter mehr.

In der Facebook Gruppe «Bilozerka sind wir» wird Geld für die Opfer gesammelt. Über die junge Frau heisst es dort: «Ich bitte alle, sich zu beteiligen, auch mit kleinen Beträgen. Unsere Karina war eine wunderschöne, freundliche und unschuldige junge Frau.» https://t.me/Tsaplienko/25167

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