Ukraine Aktuell Nr. 325 (14.1.23/20Uhr)

MEHRERE TOTE NACH ANGRIFF

Der von der ukrainischen Führung erwartete neue Raketenangriff Russlands fand heute statt.

Putins Armee beschoss ein von Zivilisten bewohnten Haus in der Stadt Dnipro. Mindestens 5 Personen kamen ums Leben. 39 Menschen wurden verletzt, darunter 7 Kinder. Das berichtet Valentyn Reznichenko, der ukrainische Gouverneur der Region Dnipropetrovsk. https://t.me/KyivIndependent_official/14191

Der Angriff traf ein Gebäudekomplex mit 16 Eingängen, in dem 1’700 Menschen lebten. Im zerstörten Gebäudeteil wohnten 200 Menschen, darunter 50 Kinder. Sie und weitere 800 Menschen haben aktuell keinen Strom, kein Wasser und kein Dach über dem Kopf. https://t.me/uniannet/86544

Während des Angriffs beteten Kinder in Dnipro zur heiligen Maria und eine Mutter verfluchte die Russen nach der Tötung ihres Sohnes im betroffenen Haus «bis in die siebte Generation» https://t.me/uniannet/86531

Der ukrainische Offizier @denintern, der in einer Artilleriebrigade für seine Heimat kämpft, veröffentlicht ein Foto des eingestürzten Hauses und schreibt: «Dnjpro. Der Häuserblock meiner Eltern. Sie stehen immer noch unter Schock, mussten klinische Beruhigungsmittel nehmen.

Was für eine beschissene Welt sieht sich das an und zögert immer noch, zu helfen, diese Barbarei zu stoppen?» https://twitter.com/denintern/status/1614133853991362561

Die Such- und Rettungsarbeiten gehen weiter.

MEHRERE TERROR-RAKETEN

Ab 14:00 Uhr wurde in der gesamten Ukraine Luftalarm ausgerufen. Das staatliche Energieagentur berichtet, dass die Russen zwei Wärmekraftwerke von DTEK beschossen haben, von denen eines die Stromproduktion eingestellt hat.

In der Region Odessa schlugen die Trümmer der abgeschossenen feindlichen Raketen in die Verkehrsinfrastruktureinrichtungen ein, die an der Umsetzung des Getreideabkommens beteiligt sind. In den Oblasten Lwiw, Charkiw und Winnyzja sind kritische Infrastruktureinrichtungen betroffen. https://www.unian.net/…/dtek-okkupanty-popali-v…

Ein weiterer Raketeneinschlag gab es in Kryvyi Rih. Wahrscheinlich eine russische X-59-Rakete. Eine Person wurde getötet und eine verletzt. 1 Wohngebäude wurde zerstört, 22 wurden beschädigt. https://t.me/tv11ua/29823

Weitere Angriffe mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern wurden aus Awdejewka und den Dörfern Kurachowka und Mykolajiwka in der Region Donezk gemeldet. Diese Angriffe forderten 5 Menschenleben. https://t.me/uniannet/86533

Die Angriffe in den verschiedenen Regionen führten zu grossflächigen Stromausfällen. «Die nächsten Tage werden schwierig werden», schriebt das ukrainische Energieministerium. https://t.me/nvua_official/40213

NOCH SCHLIMMERES VERHINDERT

Heute hat die russische Armee etwa 28 Marschflugkörper verschiedener Typen und 5 Lenkraketen auf die Ukraine abgefeuert. Die ukrainischen Verteidiger haben 18 Marschflugkörper und 3 Lenkflugkörper zerstört, sagte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte Valeriy Zaluzhnyi. https://t.me/nvua_official/40210

Unter den 18 abgeschossenen Marschflugkörpern befanden sich Kh-101/Kh-555 und Kalibr-Raketen, die aus der Luft und vom Meer aus abgeschossen wurden. Sieben Lenkflugkörper Kh-59-Gruppe wurden ebenfalls neutralisiert, so der Bericht. https://t.me/KyivIndependent_official/14192

SOLEDAR WEITER UMKÄMPFT

Soledar steht unter der Kontrolle des ukrainischen Militärs. Die Kämpfe gehen in der Stadt und ausserhalb der Stadt weiter. Das sagt der Leiter der regionalen Militärverwaltung von Donezk.

Ihm zufolge erleiden die Russen enorme Verluste: «Sie decken den Weg mit den Leichen ihrer eigenen Wagneriten oder regulären Streitkräfte, je nachdem, wen sie nach Verlusten periodisch auflesen». https://t.me/nvua_official/40183

In Soledar weht weiter die ukrainische Flagge, wie Robert Magyar in einem Video zeigt. https://t.me/robert_magyar/336

ENGLAND LIEFERT PANZER

Grossbritanien wird der Ukraine 12 Panzer vom Typ Challenger-2 liefern, 4 davon in den nächsten Tagen. Zusätzlich zu den Challenger-2-Panzern wird die Ukraine auch weitere Artilleriesysteme erhalten.

Das teilte das Büro des britischen Premierministers Rishi Sunak mit. Zuvor hatte Sunak mit dem ukrainischen Präsidenten Zelenskyj telefoniert.

«Der Premierminister betonte, dass er und die gesamte britische Regierung intensiv mit den internationalen Partnern zusammenarbeiten werden, um rasch Unterstützung zu leisten, die es der Ukraine ermöglicht, ihren Vorteil zu nutzen, diesen Krieg zu gewinnen und einen dauerhaften Frieden zu sichern», heisst es in der Erklärung. https://t.me/R13severnews/7543

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