Ukraine Aktuell (12.11.22/19Uhr)

SIEGESFEIERN IN KHERSON

Bürgerinnen und Bürger von Kherson trafen sich heute vor dem Regionalgebäude ihrer Stadt. https://twitter.com/i/status/1591412125045755906

Dass eine Ausgangssperre von 17.00 bis 8.00 Uhr verhängt wurde, störe niemanden, denn es handle sich um eine vorübergehende Massnahme». https://t.me/Tsaplienko/20355

Wer eine uniformähnliche Kleidung trägt und einen Helm auf dem Kopf hat, wird von begeisterten Einwohner Khersons umarmt. Das erlebte der Reporter Alex Rossi des britischen Nachrichtensender Sky-News. https://t.me/dvish_alive_eng/10977

In Kherson bildete sich am Nachmittag ein grosser Umzug von Menschen, die in ihrer Mitte eine lange ukrainische Fahne trugen. https://t.me/R13severnews/6956

Die Plattform Sievierodonezk fragte angesichts der Demonstration spöttisch: Wie gross war die Zustimmung in Kherson für den Anschluss an Russland?

(Antwort aus dem Archiv: https://aldrovandi.net/2022/09/27/ukraine-aktuell-27-9-22-22uhr/ : Nach russischen Angaben waren in Kherson 87.05% für den Anschluss)

TRAUM VON DER WUNDERWAFFE

Russland werde den Sieg in der «Sonderoperation» davontragen. Das sagte Dmitri Rogosin, von 2008 – 2011 Vertreter von Russland bei der NATO und ehemaliger Roscosmos Chef, gegenüber der russischen Propaganda-Agentur RIA-Novosti.

Und: «In den kommenden Monaten werden hochmoderne russische Waffen in der Zone der Spezialoperationen eintreffen, um den Sieg zu sichern.» https://t.me/rian_ru/185211

RUSSEN HINTERLIESSEN MUNITION

Ein Video der Nachrichtenagentur Reuters https://twitter.com/i/status/1591423532629721089 zeigt eine Lagerhalle in der Region Kherson. Darin gestapelt sind eine grosse Zahl gefüllter Munitionskisten. Ausserdem liegen dort viele Mörser- und Artillerie-Granaten.

Bilder der Schlafstellen und weggeworfener Uniformen zeigen, welche erbärmlichen Umstände in diesem russischen Posten kurz vor der Flucht herrschten. https://twitter.com/TpyxaNews/status/1591423532629721089

RUSSEN FLÜCHTEN WEITER

Die russische Propagandaagentur RIA-Novosti berichtet, dass sich nun auch russische Regierungsstellen von der linken Seite des Dnjepr zurückziehen. Das ist jene Region, in welche die Russen nach der Aufgabe von Kherson geflüchtet sind. RIA-Novosti schreibt:

«Mitarbeiter der Bezirksverwaltung von Kachowka in der Region Kherson verlassen aus Sicherheitsgründen eine 15 km lange Zone am linken Dnjepr-Ufer, so der Leiter der Bezirksverwaltung.» https://t.me/rian_ru/185213

RECHTFERTIGUNG FÜR FLUCHT

Der russische Militärblogger «GreyZone» versucht, eine Rechtfertigung für «die Aufgabe» von Kherson zu finden.

Es sei nicht das erste Mal, dass Russland eigenes Territorium «abgegeben» habe, «ohne das russische Volk zu fragen».

Dazu gehörten 1991 die Damanski-Insel im Ussuri-Fluss (0,74 km2) an China sowie weitere 600 Inseln.
An Kasachstan habe man 2005 die Uferzone eines Sees abgetreten und 2010 habe Russland 80’000 Quadratkilometer an Norwegen abgetreten. Wobei, so GreyZone handle es sich dabei vorallem um eine Wasserfläche in der Barentssee und im Arktischen Ozean. https://t.me/grey_zone/15752

KARTE: KAMPF UM KINBURN

Die Halbinsel Kinburn liegt im schwarzen Meer und der einzige Teil der Region Mikolajiw, den die Ukraine noch nicht befreit haben. Im Juni meldeten die Russen die Besetzung der Halbinsel, südwestlich von Kherson.

Jetzt ist Kinburn das Ziel der Streitkräfte der Ukraine.
«Kampfarbeiten sind im Gange», sagte Nataliya Humenyuk, die Sprecherin des Operationskommandos «Süd/Pivden». https://twitter.com/flash_news_ua/status/1591412207841337344

Ob die Halbinsel militärischem Nutzen hat, ist fraglich. Symbolisch ist sie, wie auch die bereits befreite «Schlangeninsel» von grossem Wert.

FOTO: MASSENGRÄBER BEI MARIUPOL

Zurzeit besetzen die Russen noch die Halbinsel Krim und einige wichtige Städte, darunter Mariupol im Südosten der Ukraine. Der im Untergrund lebende Stadtrat von Mariupol veröffentlichte heute ein Video https://twitter.com/i/status/1591465303296573442 von einem grossen Massengrab-Feld.

Es befindet sich in der Nähe Starij Krym in der Region Donezk. Der Stadtrat schreibt: «Wieder Gräben, sogar unversiegelte Särge und Leichenteile in Kisten.» https://twitter.com/Flash_news_ua/status/1591465303296573442

DEPARDIEUS TEILRÜCKZUG

Gerard Depardieu, monumentaler französische Schauspieler und Bewunderer von Putin, hat seine Produktionsstätten in Russland vorübergehend geschlossen.

Arnaud Frilli, der Produzent des Schauspielers, erklärte gegenüber RIA Novosti: «Depardieu wird sein Produktionszentrum nicht schließen. Wir haben diese Struktur für Projekte geschaffen, die derzeit auf Eis liegen». https://t.me/rian_ru/185217

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