Ukraine Aktuell (24.9.22/21Uhr)

SCHOCKGERÄTE GEGEN DEMONSTRANTEN

Im russischen St.Petersburg fanden heute wieder Anti-Kriegs-Kundgebungen statt. Die Regierung schickte zur Bekämpfung der Demonstranten die berüchtigten «Omon»-Polizisten. Die Omon-Schläger sind direkt dem Innenministerium unterstellt und für ihre Brutalität bekannt.
Bei der Verhaftung von Demonstranten setzen die Omon-Beamten elektrische Teaser, also hochvoltige Schockgeräte ein. https://twitter.com/igorsushko/status/1573718644390907904

Ausserdem wurden am Boden liegende Demonstranten mit Fusstritten und Knüppelschlägen traktiert. https://twitter.com/i/status/1573718397174652928

Schlagstockeinsätze wurden auch bei einer Anti-Kriegs-Demonstration in Moskau gefilmt. https://t.me/glavredinfo/48402 .

Die Plattform «Ich bin aus Donbass» schreibt: «Wie üblich sind mehr Sicherheitskräfte und Reporter als Demonstranten anwesend.» https://t.me/c/1687475640/12878

HARTE STRAFEN FÜR VERWEIGERER

Putin hat heute die in dieser Woche von «Parlament» Duma beschlossenen Änderungen des russischen Strafgesetzbuchs abgesegnet.

Militärangehörige, die freiwillig kapitulieren müssen für bis zu 10 Jahren ins Gefängnis. Für Desertion gibt es bis zu 15 Jahren Zuchthaus.

Bestraft werden sollen auch die massenhaften Plünderungen durch russische Soldaten. Wer in Kriegszeiten plündert, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren geahndet.

Putin unterzeichnete auch ein Gesetz über die vereinfachte Verleihung der russischen Staatsbürgerschaft an Ausländer, die einen Vertrag für den Militärdienst unterzeichnen.- https://t.me/hromadske_ua/24966

FOTO: UKRAINE AUF DEM VORMARSCH

Bei den Kämpfen entlang der Front wurden vier russische Kampfflugzeuge abgeschossen. Gemäss ukrainischem Generalstab handelt es sich um Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ Su-25 (1 Stück) und Su-30 Jets (2 Stück), sowie um einen Jagdbomber vom Typ Su-34. Zudem wurden mehrere Munitionslager und Truppenansammlungspunkte eliminiert. https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua

Bestätigt wurde die Einnahme der von Russland besetzten Stadt Yatskivka und dass die ukrainischen Truppen weiter auf Lyman vorrücken. Meldungen über weitere Erfolge werden zurzeit vom ukrainischen Militär zensiert. https://t.me/DeepStateUA/14198

PUTIN MISCHT SICH MILITÄRISCH EIN

Putin spiele bei der strategischen Ausrichtung des Kampfes der russischen Armee eine zunehmende Rolle. So lehnte er Forderungen von Kommandeuren vor Ort ab, sich aus Kherson, einer wichtigen Stadt im Süden der Ukraine, zurückziehen zu dürfen. Dies schreibt die New York Times.

Ein Rückzug aus Kherson würde es dem russischen Militär ermöglichen, sich geordnet über den Fluss Dnipro zu verschieben, seine Ausrüstung zu schonen und das Leben von Soldaten zu retten.

Die Zeitung beruft sich auf hochrangige amerikanische Geheimdienstmitarbeiter. Unter anderem habe Putin den Kommandeuren mitteilt, dass die strategischen Entscheidungen vor Ort von ihm getroffen werden. https://www.nytimes.com/2022/09/23/us/politics/putin-ukraine.html

MOBILISIERUNG FLOPPT

Das russische Mobilisierungssystem wird wahrscheinlich nicht in der Lage sein, die Pläne von Putin zu erfüllen, auch nicht mit Soldaten geringer Qualität. Dies schreibt das amerikanische «Institut for the study of war.»

«Gelöst werden könnten die Probleme nur wenn der Kreml grundlegende und systemische Probleme» schnell beheben kann».

Das Institut hat viele Quellen von russischen Militärbloggern und sozialen Medien ausgewertet.

Das Ergebnis: Russische Rekrutierungszentren und lokale Verwaltungen würden Männer mobilisieren, die die vom Kreml angegebenen Kriterien nicht erfüllen. Dies stehe im Gegensatz zum Versprechen von Kriegsminister Schoigu, der gesagte hatte, dass bei der Mobilisierung Männer mit «Kampferfahrung» Vorrang haben würden. https://www.understandingwar.org/backgrounder/russian-offensive-campaign-assessment-september-23

NEUER VIZE-KRIEGSHERR

Der bisherige Stellvertretende russische Kriegsminister wurde abgesetzt. Als neue Nummer 2 hinter Kriegsminister Schoigu wurde Generaloberst Mikhail Mizintsev ernannt. Er hat den Übernamen «Schlächter von Mariupol».

Petro Andriuschtschenko, Berater des in einem Versteck lebenden Bürgermeisters von Mariupol, schrieb dazu: «25’000 getötete Zivilisten in Mariupol sind der Preis für das russische Karrierewachstum». https://t.me/Tsaplienko/16486

ANNEXION IN EINER WOCHE

Die russische Nachrichtenagentur TASS schreibt zum zweiten Tag der Scheinreferenden über den Anschluss ukrainischer Gebiete an Russland: «Es wurden keine Verstösse festgestellt, alles läuft reibungslos, alles entspricht den geltenden Rechtsvorschriften, die Aktivität ist hoch.»

Die «Referenden» sind noch nicht vorbei und doch wurde heute bekannt, dass die «Gesetze» über die Eingliederung der besetzten Gebiete in die Russische Föderation dem russischen «Parlament» (Duma) am Abend des 28. September vorgelegt werden. Die für die Annexion ukrainischer Gebiete notwendigen Gesetzentwürfe können auf einer ausserordentlichen Sitzung am 29. September behandelt werden.

Putin werde dann am Freitag, 30.September eine Rede vor der Duma halten. https://t.me/uniannet/73423

WAS DER WESTEN TUN KANN

Michaeil Podolyak, Berater des ukrainischen Präsidenten schreibt auf Twitter:

«Wie müssen westliche Verbündete auf die Wehrpflicht in Russland reagieren? Die Antwort ist: Mehrfachraketenwerfer HIMARS und Granaten für die Artillerie; ATACMS: Ballistische Kurzstreckenraketen aus den USA; Kein „Tabu“ bei Panzern und Schützenpanzern; Militärische Ausbildungszentren. Die Ukraine verteidigt nicht nur sich selbst, sondern auch europäische Grenzen. Ist es nicht offensichtlich?» https://twitter.com/Podolyak_M/status/1573720911831769088

KLATSCHE FÜR DEN IRAN

Das iranische Aussenministerium riet der Ukraine: «sich dem Einfluss Dritter zu entziehen, die die Beziehungen zu zerstören suchen».

Das ukrainische Aussenministerium antwortete postwendend: «Die einzige «dritte Partei» sind iranische Drohnen, die die Ukraine bereits direkt in ihrem Luftraum abschießt. Teheran trägt die volle Verantwortung für die Zerstörung der Beziehungen zur Ukraine. Der Iran sollte sofort aufhören, die Russische Föderation mit Waffen zu beliefern, um Ukrainer zu töten, und sich nicht mit Fantasien über «externen Einfluss» rechtfertigen». https://t.me/dvish_alive_eng/9606

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