Ukraine Aktuell (8.7.22/22Uhr)

7 JAHRE GEFÄNGNIS FÜR KRIEGS-KRITIKER

Alexej Gorinow, ein sechzigjähriger Kommunalabgeordneter, wurde heute von einem Moskauer Gericht zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte in einer fünfminütigen Rede vor dem Abgeordnetenrat in Krasnoselskij nahe Moskau die «Sonderoperation» als Krieg bezeichnet und von Kindern gesprochen, die in der Ukraine gelitten haben. https://t.me/sotaproject/43130

Vor der Urteilsverkündung sagte Gorinow im Gerichtssaal: «Ich bin davon überzeugt: Krieg ist das schnellste Mittel der Entmenschlichung, wenn die Grenze zwischen Gut und Böse verwischt wird. Krieg ist immer Gewalt und Blut, zerfetzte Körper und abgetrennte Gliedmassen. Es ist immer der Tod. Ich akzeptiere das nicht und ich lehne es ab.» https://www.washingtonpost.com/

UKRAINISCHE OFFENSIVE IM SÜDEN

Die Bewohner der russisch besetzten Regionen Kherson und Saporischschja sind aufgefordert worden, so schnell wie möglich zu evakuieren. Die stellvertretende Ministerpräsident Iryna Vereshchuk https://t.me/vereshchuk_iryna/1414 sagte, dies sei notwendig, damit die AFU die Zivilbevölkerung bei den Offensiven nicht gefährde. «Unsere Artillerie muss funktionieren, denn zur Räumung gehört auch die Anwendung von Waffengewalt, das ist uns klar. Deshalb ist es notwendig, ihre Angehörigen mit allen verfügbaren Mitteln zu evakuieren», sagte sie.

KATASTROPHE IN SIEVIERODONETZK

Das von Russen «befreite» Sievierodonetzk steht am Rande einer humanitären Katastrophe. Fast 80 % der Wohnungen in der Stadt sind zerstört. Es gibt kein Wasser, kein Gas und keinen Strom. Es gibt ein grosses Problem mit der Kanalisierung. Kläranlagen funktionieren nicht, Pumpstationen auch nicht. Der Abfluss staut sich. Das sagte der Luhansker Gouverneur Serhiy Gajdaj am ukrainischen TV.

Hinzu kommt die Temperatur der der Luft und auch der Smog der Toten – derjenigen, die in den Höfen begraben wurden, und viele von ihnen bleiben in Wohnungen und Hauseingängen. «Die Besatzer plündern und stehlen aus den Wohnungen, die noch vorhanden sind». https://t.me/R13vostoknews/3850 und https://t.me/luhanskaVTSA/4121

Oleksandr Struk, Leiter der ukrainischen Stadtverwaltung, sagte: «Die Invasoren gehen in den Wohnungen umher und suchen nach Unterkünften für die Soldaten und Polizisten; andere Wohnungen werden geplündert.» Eine gewisse Anzahl von Kollaborateuren hat das Angebot angenommen, der Besatzungsmacht zu dienen. Sie waren früher in lokalen Behörden tätig. Männer im wehrpflichtigen Alter werden für die russische Armee zwangsrekrutiert. https://t.me/luhanskaVTSA/4127

RUSSEN VERBRENNEN IHRE TOTEN

In der russischen Armee ist der Einsatz mobiler Krematorien an der Kriegsfront üblich. Nun gibt es offenbar in der Region Kherson eine neue Art der Leichenbeseitigung, um die Verluste zu verschleiern. Der Nachrichtendienst der ukrainischen Armee beschreibt das Vorgehen: Tote russische Soldaten werden mit Bussen in Aussenbezirke von Kharkiv gebracht.

Dort werden sie mit Explosivmaterial verstümmelt und danach an Ort und Stelle verbrannt. So wird der Eindruck erweckt, die Leichen seien «das Ergebnis von Artilleriebeschuss und anschliessender Verbrennung». Das Ergebnis: Die Leichen seien kaum mehr identifizierbar. https://t.me/DIUkraine/843

MEHR ALS 11’000 ZIVILE OPFER

Das britische Verteidigungsministerium schreibt: «Die russischen Behörden erklärten, sie würden keine Zivilisten in der Ukraine verletzen. Doch seit Beginn des Krieges wurden mehr als 11’000 ukrainische Zivilisten getötet und verwundet, und es gibt weiterhin Berichte über Folter und andere Verbrechen. Die Ukraine verteidigt ihre Bürger, ihr Territorium und ihre Freiheit. Grossbritannien wird die Ukraine immer unterstützen.» https://t.me/UKMinistryofDefence/58

RUSSISCHE DEPOTS BRENNEN

Im von Russland besetzten Donezk wurden gestern Munitions- und Treibstoff-Depots von den ukrainischen Truppen in Brand geschossen. Weitere militärische Lagerhallen brannten heute in Debaltsevo und Shakhtersk. https://t.me/R13vostoknews/3841

USA LIEFERT WEITERE HIMARS

Das Pentagon teilte am Freitag mit, dass die USA ein neues «Militärhilfepaket» im Wert von 400 Millionen Dollar für Kiew ankündigen werden, das auch Langstrecken- und Präzisionswaffen umfassen wird. Mit der neuen Tranche erhält Kiew insgesamt 12 HIMARS MLRS aus amerikanischer Produktion.

Die Vereinigten Staaten erörtern mit ihren Partnern auch die Möglichkeit, der Ukraine Küstenschutzsysteme zu liefern. Es werden bereits Pläne für die Lieferung neuer Waffen «für die kommenden Monate und Jahre» ausgearbeitet. https://t.me/insiderUKR/36331

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