Oberste Priorität: Vertreibung der Russen

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Zelenskyj nahm per Videokonferenz am Wall Street Journal CEO Council Summit teil. Seine dabei gemachten Aussagen wurden auf der Webseite des ukrainischen Präsidialamtes (https://president.gov.ua/…/prezident-zaraz-potribno…) veröffentlicht. Hier redaktionell gekürzt seine Botschaften.

«Das Ziel eines jeden Ukrainers ist die Wiederherstellung unserer territorialen Integrität in einem international anerkannten Rahmen. Ich verstehe, dass es nicht möglich ist, alles auf einmal zu tun. Zuerst müssen die geeigneten Massnahmen ergriffen werden, um den Krieg zu beenden, und dann wird die Diplomatie ihren Lauf nehmen», sagte der Staatschef.

Die erste Etappe des Krieges müsse die Niederlage für Russland und das Ende seiner Invasion sein.«Die zweite Phase besteht darin, dafür zu sorgen, dass sich Russland so weit wie möglich aus unserem Gebiet zurückzieht. Die dritte Stufe ist die maximale Wiederherstellung der territorialen Integrität», erklärte Wolodymyr Zelenskyy.

Man werde alles tun, um die territoriale Integrität im Wege des Dialogs wiederherzustellen, aber nur als gleichberechtigter Partner.

JEDER KRIEG ENDET MIT DIPLOMATIE

«Wir verstehen, dass die Wiederherstellung der territorialen Integrität auf der vorübergehend besetzten Halbinsel Krim schwierig sein wird. Dennoch glaube ich, dass wir dann, nachdem wir unseren Mut bewiesen haben, auf die diplomatische Schiene übergehen können. Denn jeder Krieg endet mit Diplomatie», gab sich der Staatsoberhaupt hoffnungsvoll.

Zelenskyy sagte, der Hauptgrund für den Sieg sei das Vertrauen in das ukrainische Volk und die Streitkräfte der Ukraine: «Und wir werden nicht nachgeben. In einigen Gebieten blockieren wir die russische Truppen und ihre Ausrüstung. Dort warten wir darauf, dass auf unserer Seite die entsprechende Ausrüstung bereitgestellt wird, damit wir vorankommen können. In einigen anderen Gebieten drängen wir bereits vorwärts.», sagte er.

Gleichzeitig sagte der ukrainische Präsident, dass er noch nichts vom Wunsch Russlands sehe, den Krieg zu beenden. «Wenn beide Seiten die Einstellung der Feindseligkeiten wollen, dann tun sie es auch. Wir haben dies mehrere Jahre lang mit der Russischen Föderation an der Kontaktlinie im Donbass so erlebt.»

TREFFEN MIT PUTIN VERLANGT

Wolodymyr Zelenski ist der Ansicht, dass die Einstellung der Feindseligkeiten nur dann erreicht werden kann, wenn er den russischen Präsidenten Wladimir Putin trifft. «Wenn wir ein Treffen mit Präsident Putin haben, wird es für diese Zeit einen Waffenstillstand geben. Denn sonst wird es kein Treffen geben. Und dann werden wir vielleicht persönlich mit ihm sprechen. Er ist persönlich verpflichtet, dem Feuer ein Ende zu setzen. Und am besten tut er das in der Öffentlichkeit»

Abschliessend erklärte der ukrainische Präsident, dass die Waffenstillstandsregelung nicht bedeutet, dass die russischen Truppen dort bleiben können, wo sie jetzt sind. Ein lediglich «eingefrorener Konflikt» würde nicht genügen.
«Wir werden uns nicht auf einen eingefrorenen Konflikt einlassen», fasste Wolodymyr Zelenskyy die Haltung der ukrainischen Regierung zusammen.

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