9.Mai und der Gestank von Leichen

Der Sieg über Nazi-Deutschland wird in Russland jeweils am 9.Mai gefeiert, zwei Tage später als das offizielle Kapitulationsdatum des «dritten Reiches». An diesem «Tag des Sieges» findet seit 77 Jahren eine Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau statt. Doch dieses Jahr ist alles etwas anders, schreibt die Plattform «InformNapalm» (https://t.me/informnapalm/8086)

Die Vorbereitungen für den diesjährigen «9. Mai», den von allen Putinisten geliebten heiligen Feiertag, laufen ohne großes Tamtam. «Das Datum ist nicht rund» – so lautet die offizielle Erklärung für alle Besonderheiten des bevorstehenden unangenehmen Tags des Sieges im Jahr 2022.

KEINE GÄSTE AUF DEM ROTEN PLATZ

Zunächst einmal fällt auf, dass keine ausländischen Gäste für die Parade in Moskau vorgesehen sind. Putins Sprecher Peskow erklärte dies düster mit den Worten: «Es ist unser Feiertag und deshalb feiern wir ihn auch mit Stolz». Dies ist in der Tat ein Eingeständnis der ohrenbetäubenden Isolation Putins, den selbst Lukaschenko nicht besuchen wollte, weil Moskau das Geld ausgegangen war.

Berichten zufolge erwägte der Kreml zwei weitere «exotische» Optionen, als Ersatz für die fehlenden Gäste. Der russische Aussenminister Lawrow überredete seinen eritreischen Amtskollegen, bei der Organisation eines Besuchs des eritreischen Diktators Isayas Afewerki in Moskau zu helfen, der die Invasion in der Ukraine unterstützt hatte.
Der «eritreische Pharao» lehnte jedoch ab, da er sich für eine so lange Reise nicht fit fühlte. Die Russen liessen sich auch nicht von der Tatsache abschrecken, dass Eritrea im Zweiten Weltkrieg gegen die Anti-Hitler-Koalition gekämpft hatte.

Das russische Aussenministerium bereitete auch Besuche von Leitern der Pseudo-Länder Abchasiens und Südossetiens sowie der beiden «Republiken» des Donbass vor. Die Idee wurde jedoch verworfen, da die Anwesenheit des grossen Führers, umgeben von seinen erbärmlichen terroristischen Marionetten, nicht zu seinem Ausmass der geopolitischen Ambitionen passte.

ZU WENIG WAFFEN FÜR DIE SHOW

Die zweite Besonderheit bei den Vorbereitungen für den Feiertag ist die Tatsache, dass es nicht genügend militärische Ausrüstung für die Parade gibt. Über das Pflaster des Roten Platzes werden halb so viele schwere Tötungsfahrzeuge rollen wie im Jahr 2020.

Erwartet wird ein Aufmarsch von 131 Stück militärischer Ausrüstung, verglichen mit 234 vor zwei Jahren. Man muss kein grosser Militärexperte sein, um das zu verstehen: Die Kürzungen sind auf das Abzweigen riesiger Waffenmengen für den «Nicht-Krieg» mit der Ukraine zurückzuführen.

Doch dem Zeitgeist entsprechend wird eine Iljuschin Il-80 der Luftlandetruppen als Teil der Luftgruppe den Roten Platz überfliegen. Es handelt sich um ein «Weltuntergangsflugzeug», das für die Kontrolle der Truppen im Falle eines feindlichen Einsatzes von Atomwaffen und der Zerstörung von Bodeneinrichtungen sowie für die Evakuierung hochrangiger Regierungsvertreter konzipiert ist.

BALD 25’000 LEICHEN

Angesichts der gegenwärtigen Verluste an Personal während der «Spezialoperation» dürfte die Zahl der getöteten russischen Militärangehörigen bis zum 9. Mai die Rekordzahl von 25’000 erreichen.

Aus den Regionen kommen zahlreiche Beschwerden über den unaufhörlichen Strom von entmilitarisierten Minderjährigen. In den Regionen hat man die Nase voll von Beerdigungen. Es ist so weit gekommen, dass aus Ulan-Ude Beschwerden über den Gestank von Leichen im Sportkomplex Lukodrom eingegangen sind.

Dort finden täglich Beerdigungen für in der Ukraine gefallene Militärangehörige aus Burjatien statt, und Kinder können an einem Ort mit anhaltendem Leichengeruch keinen Sport treiben.

Um die Flut der Beerdigungs-Reklamationen einzudämmen, hat der Kreml seine Propagandisten angewiesen, die Regionen mit dem Thema Atomkrieg einzuschüchtern. Die Botschaft ist, dass vor der drohenden nuklearen Apokalypse die aktuellen Verluste vergleichsweise wenig Blut sind. Also, ein kleiner Aderlass vor einem grösseren Opfer.

GENERALMOBILMACHUNG MÖGLICH

Da Putin bisher keine nennenswerten Siege in der Ukraine errungen hat, kann er den 9. Mai in Erinnerung an die Selbstaufopferung nutzen, um eine offene Generalmobilmachung in Russland anzukündigen.

Es könnte der Ruf ertönen, die «Nazis der Welt» zu besiegen! Es ist also nicht auszuschliessen, dass Putin, um seine kranken Ambitionen zu befriedigen, die feierliche Entsendung von 11’000 Parade-Truppen direkt vom Roten Platz an die ukrainische Front anordnet. Sozusagen als Vorbild für die Massen.

Putin wird sicher nicht darauf hinweisen, wie schnell sich die festlichen Truppen bei dem sinnlosen Massaker in Berge von Leichen verwandeln, die ein stinkendes Parfüm verströmen.

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