Ukraine Aktuell (28.4.22/21Uhr)

FOTO: Neuer Friedhof in Bucha. Die Zahl der Opfer der russischen Besetzung ist auf über 400 gestiegen. Die Leichen werden ununterbrochen begraben, sobald die Identifizierung abgeschlossen ist. (Quelle: nexta.tv)

ZWEI RAKETEN AUF KIEW

Kiew wurde heute zum ersten Mal seit zwei Wochen mit Raketen angegriffen, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko.

Dazu der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba: «Russland greift Kiew mit Marschflugkörpern genau dann an, als der UN-Generalsekretär Antonio Guterres und der bulgarische Premierminister Kiril Petkov unsere Hauptstadt besuchen. Durch diesen abscheulichen Akt der Barbarei demonstriert Russland erneut seine Haltung gegenüber der Ukraine, Europa und der Welt.» (@DmytroKuleba)

Michail Podoljak, Berater der ukrainischen Regierung, schreibt: «Am Vortag sass Guterres an einem langen Tisch im Kreml, heute explodieren Explosionen über seinem Kopf. Postkarte aus Moskau? Warum hat Russland immer noch einen Sitz im UN-Sicherheitsrat?»

FOLTER IN KHERSON

In der besetzten Region Kherson haben die Russen auf dem Territorium eines Untersuchungsgefängnisses ein Gefangenenlager errichtet, in dem 300 ukrainische Aktivisten und Kriegsveteranen festgehalten werden.

Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsgeheimdienstes werden dort Menschen verhört, geschlagen und gefoltert. Das schreibt Olga Tokariuk/@olgatokariuk, unabhängige ukrainische Journalistin.

ZIVILISTEN LEIDEN IM DONBAS

SSergy Gaidai, Gouverneur von Lugansk: Mehr als 7’000 Menschen in der Region Luhansk sind ohne Strom, die Gasversorgung ist kompliziert, und Sewierodonezk ist die ganze Nacht über ohne Wasser. Derzeit ist die Stromversorgung in 39 Siedlungen mit 98’384 Haushalten gar nicht oder nur teilweise verfügbar.

Die Einwohner von Rubischne (56’000 Einwohner), Popasna (20’000 Ew.), Lyssytschansk (100’000 Ew.) sowie Nowodruschja und Priwillya sind ohne Wasserversorgung. Die Anlagen zur Strom-, Gas- und Wasserversorgung seien durch russische Truppen zerstört worden und können wegen der Kämpfe nicht repariert werden. (https://t.me/luhanskaVTSA/2080)

KHARKIV UNTER DAUERBESCHUSS

Oleg Sinjegubov, Gouverneur von Kharkiv berichtet, dass auch heute die Stadt Kharkiv mit ursprünglich 1.5 Mio Einwohnern mit pausenlosem Artilleriebeschuss angegriffen wurde. Drei Menschen seien dabei ums Leben gekommen. Russische Truppen hätten versucht, die Orte Brazhkivka, Dovhenka und Velyka Komishuvaha in der Nähe von Izium unter ihre Kontrolle z bekommen.

Doch die ukrainischen Verteidiger hätten die Russen zurückgeschlagen und viele Opfer verursacht. Umgekehrt hätten ukrainische Truppen das von Russen besetzte Dorf Kutusiwka befreit. (https://t.me/synegubov/3013)

RUSSLAND BANNT KANADIER

Der Kreml hat eine Liste mit 592 Namen von kanadischen Staatsbürgern veröffentlicht, die nicht nach Russland einreisen dürfen. Darunter ist auch der Name des kanadischen Premierminister Justin Trudeau und Vizepremierministerin Chrystia Freeland. (Quelle: RIA-Novosti)

Gestern hatte das kanadische Parlament einen Entschluss gutgeheissen, indem die Verbrechen Russlands in der Ukraine als «Völkermord» bezeichnet werden.

WEITERE MILLIARDENHILFE DER USA

Biden beabsichtigt, den US-Kongress um 33 Milliarden Dollar an zusätzlicher Unterstützung für die Ukraine zu bitten, darunter 20 Milliarden Dollar an Militärhilfe und 8,5 Milliarden Dollar an Wirtschaftshilfe. (RIA-Novosti)

Der Betrag ist mehr als doppelt so hoch wie das ursprüngliche Verteidigungspaket in Höhe von 13,6 Milliarden Dollar, das der Kongress im vergangenen Monat verabschiedet hat. (SkyNews)

SERIE VON BRÄNDEN IN RUSSLAND

In den letzten Tagen kam es in Russland zu einer ungewöhnlichen Häufung von Bränden. Die Liste der Plattform «InformNapalm»: Am 25. April brannten ein Öllager, ein Öllager auf einem Militärstützpunkt, ein Fleischverarbeitungsbetrieb und das Unternehmen «Agropromkomplekt» in Brjansk, ein Luftwaffenstützpunkt in Ussuriisk sowie Polizeistationen in Moskau, Irkutsk und Nowosibirsk.
Und heute stand auch ein Einkaufszentrum in der Region Tjumen in Flammen. (https://t.me/informnapalm/7998)

MEDWEDEV BELEIDIGT DEUTSCHES PARLAMENT

Das heutige deutsche Parlament sei vergleichbar mit dem Nazi-Parlament. Das schreibt Dmitri Medvedev der ehemalige Präsident Russlands und heute stellvertretende Verteidigungsrat auf seinem Telegram-Kanal.

Er reagiert damit auf die Freigabe von schweren Waffen an die Ukraine durch den deutschen Bundestag. Medvedev droht: «Das ist traurig für das Parlament. Es endet traurig.» (https://t.me/medvedev_telegram/60)

Seit der Invasion Russland in der Ukraine veröffentlicht Medvedev auf seinem Telegram-Kanal sehr aggressive Kommentare.

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