Ukraine Aktuell (21.4.22/13:15Uhr)

FOTO: Gesprengter Turm eines russischen Panzers von oben – Ähnlichkeiten mit Totenköpfen sind nicht zufällig.

PUTIN BEZEICHNET MARIUPOL ALS ERFOLG

Putin hat den Angriff auf das Metallwerk «Azovstal» in Mariupol abgesagt. Es gäbe keine Notwendigkeit, in die Fabrik-Katakomben zu gehen. Man müsse die Industriezone «so blockieren, damit keine Fliege hindurchfliegt». Putin bezeichnete den Abschluss der Kampfhandlungen in Mariupol als Erfolg und gratulierte dem russischen Verteidigungsminister Shoigu.
Das geht aus einem heute Morgen veröffentlichten Video hervor. Das Video zeigt Putin im Gespräch mit dem russischen Verteidigungsminister Shoigu und wurde von der Nachrichtenagentur RIA-Novosti verbreitet.

Shoigu sagt in dem Video, dass die Azovstal Anlage mit ihren ukrainischen Soldaten «ausländischen Söldnern» sicher blockiert sei. «Es dauert drei bis vier Tage, um die Operation auf Azovstal abzuschließen», sagte Shoigu.

In der Stadt Mariupol wurden durch die «erfolgreiche Operation» der Russen 90% der Häuser zerstört.
Nach unbestätigten Angaben befinden sich 2’500 ukrainische Verteidiger in der Metallfabrik Azovstal und vermutlich 1’000 Zivilisten. Darunter habe es viele Verletzte und Tote.

EVAKUIERUNG AUS MARIUPOL

Die Ukraine fordert von den Russen die dringende Öffnung eines humanitären Korridors von Azovstal aus, so Reintegrationsministerin Iryna Vereshchuk. Nach Angaben von Vereshchuk befinden sich in Azovstal 1.000 Zivilisten und 500 verwundete Militärangehörige, die heute evakuiert werden müssen. (@insider_uke)

Ein für gestern vereinbarter Fluchtkorridor konnte nicht realisiert werden.

KAMPF IM DONBASS

Gemäss ukrainischem Generalstab tobt der Kampf am Boden an verschiedenen Fronten, ohne dass eine Seite wesentliche Fortschritte erzielt hat. Der dauernde Raketen- und Artilleriebeschuss, teilweise aus grosser Entfernung, von Dörfern, Städten und ukrainischen Soldaten gehe unvermindert weiter.https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/299488545697564

Ähnliches berichtet auch der britische Geheimdienst heute Morgen; https://twitter.com/DefenceHQ/status/1517007238044467200: «Russland hält ein hohes Maß an russischer Luftaktivität an, da Russland versucht, seine Offensive in der Ostukraine aus nächster Nähe zu unterstützen, um ukrainische Luftverteidigungsfähigkeiten zu unterdrücken und zu zerstören.»

ENGLAND ERWEITERT SANKTIONSLISTE

Das Vereinigte Königreich hat seine Russland-Sanktionsliste um 26 weitere Personen und Einrichtungen erweitert. Zu den Sanktionierten gehören Generaloberst Andrej Serdjukow, den Befehlshaber der Luftlandetruppen, Generaloberst Nikolaj Bogdanowski, den ersten stellvertretenden Generalstabschef, und Generalmajor Walerij Flustikow, den Befehlshaber der Spezialeinsatzkräfte, verhängt. (Quelle: Russisches Medienhaus RBK)

ÖSTERREICH VERZICHTET AUF PUTINS ÖL

Österreich ist eines der ersten europäischen Länder, das vollständig auf russisches Öl verzichtet. Der österreichische Ölkonzern OMV gab bekannt, dass Rohöl aus Russland nicht mehr zur Raffination verwendet wird.

Kasachstan ist laut APA Österreichs (österreichische Nachrichtenagentur) wichtigster Erdöllieferant mit einem Anteil von 38,9 % an den Rohölimporten des Landes. Libyen liegt mit 22,1 % an zweiter Stelle, gefolgt vom Irak mit 20,7 %. Russland lag mit einem Anteil von 7,8 % an vierter Stelle.

PUTINS TRUPPEN MOBILISIERT ALTES MATERIAL

Der ukrainische Generalstab schätzt, dass 21’000 russische Soldaten und Offiziere bisher in der Ukraine getötet wurden. https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/299547459025006.

Massiv sind auch die materiellen Verluste: 829 Panzer, 2’100 gepanzerte Mannschaftstransporter, 1500 weitere Fahrzeuge und 393 Artilleriegeräte.

Um die russische Armee aufzurüsten werden nun Materiallager geleert mit Waffen, Transportern und Artilleriegeräten aus den 70-er Jahren. Das berichtet der ukrainische Geheimdienst. https://www.facebook.com/DefenceIntelligenceofUkraine/posts/296089092702518

SPANNUNGEN MIT BALTEN-STAATEN

Russland schließt die Konsulate von Lettland in St. Petersburg und Pskow sowie die Generalkonsulate von Estland und Litauen in St. Petersburg, teilte das Aussenministerium mit. Darüber hinaus wurden alle Mitarbeiter der Konsulate dieser Länder, die in dem Land geschlossen werden sollen, zur Persona non grata erklärt. (Quelle: RIA-Novosti)

CHEF VON LUKOIL WIRFT HANDTUCH

Vagit Alekperov tritt als Präsident des Unternehmens Lukoil zurück. Auch werde er sein Amt als Vorstandsmitglied von Lukoil abgeben, schreibt RIA-Novosti.

Lukoil ist ein russischer Mineralölkonzern mit Schwerpunkt Öl- und Gasförderung. Im «Forbes Global 2000»-Index der weltgrößten Unternehmen belegt Lukoil Platz 98. Die Firma hat einen Börsenwert von 60 Milliarden Dollar.

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