Ukraine Aktuell (20.10.22/15:15Uhr)

FOTO: «Irgendwo im Bezirk Kiew. Der Fotograf ist unbekannt.» (@ukraine_world)

FLUCHTKORRIDOR FÜR MARIUPOL

Der humanitäre Korridor für das belagert Mariupol wurde von russischer Seite genehmigt: Frauen, Kinder und ältere Menschen sollen zuerst evakuiert werden, sagte Iryna Vereshchuk, Ministerin für die Wiedereingliederung vorübergehend besetzter Gebiete.
Die Flüchtlinge aus der belagerten Stadt sollen über die besetzten Orte Manhusch und Berdjansk nach Saporischschja evakuiert werden. (@KyivIndependent)

EVAKUIERTE KOMMEN IN RUSSISCHE LAGER

Die ukrainische Ombudsfrau für Menschenrechte, Ljudmila Denisowa, hat davor gewarnt, dass sich mehr als 400 Menschen, darunter 147 Kinder, in einem umzäunten Lager in der Nähe der Stadt Pensa aufhalten. Dies geht aus Informationen hervor, die sie von besorgten russischen Bürgern erhalten hat.

Die britische Plattform «inews» schreibt: «Überlebende aus den Bunkern von Mariupol wurden in einen ehemaligen russischen Militärstützpunkt 600 Meilen von der Ukraine entfernt gebracht, der jahrzehntelang als Lager für sowjetische Chemiewaffen genutzt wurde.» (https://inews.co.uk/…/mariupol-ukraine-russia-war…)

The Daily beast schreibt: «Nach Angaben der örtlichen Behörden halten die russischen Streitkräfte rund 27.000 Ukrainer in «Filtrationslagern» nahe der belagerten Stadt Mariupol fest. Laut Petro Andriuschenko, einem Berater des Bürgermeisters von Mariupol, sollen die Filtrationslager entlang der Linie Mangusch-Nikolske-Jalta die Ukrainer auf die Deportation nach Russland vorbereiten.» (https://www.thedailybeast.com/russians-are-rounding-up…)

RUSSEN INTENSIVEREN ANGRIFFE

Der britische Geheimdienst schreibt: «Die russische Militärpräsenz an der Ostgrenze der Ukraine nimmt weiter zu, während sich die Kämpfe im Donbass verschärfen. Die russischen Angriffe auf Städte in der gesamten Ukraine zeigen, dass sie versuchen wollen, die Bewegung ukrainischer Verstärkung und Waffen in den Osten des Landes zu stören.»

BEWEISSISCHERUNG FÜR PUTIN-PROZESS

Die französische Organisation Jahad-i-In Unum beschäftigt sich seit 2002 mit der Erforschung des Holocaust in Nordeuropa. Nun will sich die Gruppe mit den von Russland begangenen Gräueltaten befassen in der Ukraine befassen.

Auf der Webseite https://svidky.org/ können sich Opfer und Zeugen mit ihren Aussagen und Beweisen eintragen. Die Unterlagen werden dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und europäischen Staatsanwaltschaften zur Verfügung gestellt.

BREIT ANGELEGTE ZERSTÖRUNG

Charkiw (vor dem Krieg 1.5 Mio Einwohner) hat rund 8’000 Gebäude. Das sagt Ihor Terekhov, Bürgermeister der Stadt. Seit Beginn der Invasion wurden davon 1929 zerstört.

Die Infrastruktur in den Städten Popasna und Rubizhne sowie mehreren Dörfern im Gebiet Luhansk wurden fast vollständig zerstört. Auch Nowodruschesk, Bezirk Lugansk ist nach Beschuss durch Russenohne Gas und mehrere Gebäude wurden zerstört. Das Serhiy Haiday, Leiter der regionalen staatlichen Verwaltung von Luhansk.

RUSSISCHE ERFOLGSMELDUNGEN

«Insgesamt wurden seit dem 24. Februar 92 % der ukrainischen Militärflugzeuge (140 von 152, die sich am 24. Februar bei den ukrainischen Streitkräften befanden), 98 % der Panzer und anderen gepanzerten Kampffahrzeuge (2.388 von 2.416), 47 % der MLRS – Mehrfachraketenwerfer – (256 von 535) usw. zerstört. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass die ukrainischen Streitkräfte möglicherweise erst nach Beginn der Sonderoperation Ausrüstung erhalten haben.» (Quelle: Nachrichtenagentur RIAS-Novostny)

Die Angaben lassen sich nicht überprüfen. Nicht berücksichtigt sein dürfen in dieser Aufstellung alle Waffen und Panzer welche die ukrainische Armee von den Russen erbeutet, repariert und nun auf ihrer Seite im Einsatz haben.

RUSSLAND MÖCHTE ENTSCHÄDIGT WERDEN

Der Chef des russischen Parlaments (Staatsduma), Wjatscheslaw Wolodin, drohte auf seinem Telegram-Kanal dem Westen. Dieser müsse die Schäden, welche durch die Sanktionen für die russische Wirtschaft entstanden sind, zurückzahlen. Die Sanktionen gegen Russland seien «illegal». «Wir rechnen den Schaden aus, den Ihr unserer Wirtschaft zugefügt habt. Den müsst Ihr in jedem Fall ersetzen», schreibt Wolodin.Gefällt mirKommentierenTeilen

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