Ukraine Aktuell (13.4.22/20:30Uhr)

DÖRFER DEM ERDBOBEN GLEICHGEMACHT

Das Foto zeigt das Dorf Yagodnoye, in der Region Tschernihiw nachdem russische Truppen es besetzt und danach verlassen haben. Während der Besetzung hielten die Soldaten 150 Einwohner des Dorfes als Geiseln im Keller der Schule fest.

Foto und Beschreibung stammt von Bakhti Nishanov / @b_nishanov einem Mitarbeiter der ukrainischen «Helsinki Kommission».

POLEN UND BALTEN SOLIDARISCH

Der polnische Präsident Andrzej Duda, der litauische Präsident Gitanas Nauseda, der lettische Präsident Egils Levits und der estnische Präsident Alars Kars besuchten heute die Stadt Borodjanka.
(FOTO: Jakub Szymczuk / KPRP)

KEINE RUHE FÜR DIE STÄDTE

Im umkämpften Donezbecken / Donbass setzt Putins Armee die Blockade von Charkiw fort und führt Feuerangriffe durch. In den letzten 24 Stunden gab es mehr als 60 Artillerie- und Mehrfachraketenangriffe auf die Infrastruktur und Wohngebiete von Charkiw, Derhachi und die Siedlung Piatykhatky.
Das sagte Oleksandr Motuzyanyk, Sprecher des Verteidigungsministeriums der Ukraine.

WEITERE 800 Millionen $ FÜR DIE UKRAINE

Präsident Biden kündigt nach einem Gespräch mit seinem Amtskollegen Selenskyj weitere US-Militärhilfe in Höhe von 800 Millionen US-Dollar für die Ukraine an.

Die USA werden der Ukraine Artilleriesysteme, Schützenpanzer und zusätzliche Hubschrauber zur Verfügung stellen. Das Pentagon hat diese Systeme noch nie an die Ukraine geliefert.

Biden: «Das ukrainische Militär hat die von uns bereitgestellten Waffen mit verheerender Wirkung eingesetzt.» (Quelle: @JackDetsch)

1’500 LEICHEN WARTEN AUF IHRE MÜTTER

Das ukrainische Verteidigungsministerium teilt mit, dass in der Stadt Dnipro 1’500 Leichen von russischen Armeeangehörigen in Kühlhäusern aufbewahrt werden.

Der stellvertretende Bürgermeister von Dnipro, Mykhailo Lysenko, sagte, die Stadtverwaltung sei bereit, russischen Müttern Zugang zu den Leichen ihrer Söhne zu gewähren.

Er kritisierte die russische Regierung, welche die Soldaten zum Sterben in die Ukraine geschickt hätten, sich aber nach deren Tod nicht darum kümmern.

Nach russischen Angaben sind bisher 1’351 ihrer Soldaten bei der Invasion der Ukraine gestorben.

PSEUDO-TERROR IN RUSSLAND BEFÜRCHTET

Der ukrainische Geheimdienst befürchtet Terroranschläge auf Wohnhäuser, Spitäler und Schulen in Russland. Möglich sei dies in den Regionen Belgorod oder auf der Krim, mit dem Ziel, solche Attentate den Ukrainer anzulasten. Das sagte Kyrylo Budanov, Chef des Armee Geheimdienstes.

Budanow meint, dass das Scheitern des Mobilisierungsplans in Russland das Putin-Regime dazu zwingt, schmutzige Szenarien zu entwerfen, um die russische Gesellschaft emotional aufzurütteln.

Bereits vorgestern wurden von den russischen Behörden die Grenzregionen zur Ukraine auf die Terror-Alarmstufe «Gelb» hochgestuft.

GEFÄLSCHTES BBC VIDEO IM WEB VERBREITET

In einem Video mit dem britischen TV-Logo «BBC-News» wird behauptet, dass es Beweise für einen ukrainischen Raketenangriff auf den Bahnhof Kramatorsk und die dort wartenden Evakuierungs-Personen gibt. Bei jenem Angriff kamen 50 Menschen ums Leben.

BBC sagt dazu (https://mobile.twitter.com/BBC…/status/1514193082971037699), dass es sich um eine Fälschung handelt und dass man nur auf der offiziellen BBC-Webseite korrekte Informationen des Senders findet.

UKRAINE KRITISIERT MACRON

Emmanuel Macron, Ratspräsident der EU lehnte es gestern ab, von einem «Völkermord» zu reden. Er nannte den Krieg «brutal» und die Verantwortlichen müssten gefunden werden, aber Russland und die Ukraine seien geschichtlich «Brüdernationen».

Das ukrainische Aussenministerium war enttäuscht über Macrons Aussagen und schrieb: «Ein Brudervolk tötet keine Kinder, erschiesst keine Zivilisten, vergewaltigt keine Frauen.»Gefällt mirKommentierenTeilenAktiv

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