Plünderer senden Raubgut nach Hause

Plünderungen in der Ukraine sind nicht Einzelfälle. Im benachbarten Weissrussland haben sich zwei Umschlagplätze für Waren etabliert, die in der Ukraine gestohlen wurden.

Der eine ist der «Plünderermarkt» in der Stadt Narowlja (Beitrag vom 2.April: https://www.facebook.com/mario.aldrovandi/posts/7380831058656286)
Gemäss den bisher vorliegenden Informationen werden in Narowlja vor allem grössere Gegenstände wie gestohlene Kühlschänke, Waschmaschinen, Auto oder Motorräder verkauft.

Einen zweiten Umschlagplatz, eher für gestohlene Konsumgüter, gibt es in der weissrussische Stadt Masyr.
Dort kommen in grosser Dichte russische Militärlastwagen mit Raubgut an, darunter Fernseher, e-Scooter, Computer, Autobatterien oder Musikanlagen. Diese werden von Soldaten und Offizieren in einem Postbüro des CDEK Postservices aufgegeben und so ins traute Heim geschickt.

Alleine am 2. April waren es 2 Tonnen Material, das im CDEK-Büro abgegeben wurde.
(CDEK ist ein russisches Unternehmen für Expressversand von Dokumenten und Lasten. Es wurde 2000 in Nowosibirsk als Versandhilfe für den Online-Shop Korzina.ru im Föderationskreis Sibirien gegründet.)

Weissrussische Journalisten des Belingcat-Netzes hatten Zugriff auf die Bilder der Post-Überwachungskamera und Versandetiketten.

Das 3 Stunden dauernde Video der Postüberwachsungskamera gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=6vyY4rnJ7lA

Zwei Beispiele, was russische Armeeangehörige via Post versenden (weitere Beispiele in den angehängten Screenshots):

— Nikolai X. aus Ussuriysk (nahe Vladivostok) sandte 140kg Klimanlagen und Erstzteile zu sich nach Hause.

— Yevgeny Y. schickte 450 kg (!!!!) Fracht, einschließlich Musikausrüstung, nach Hause in die Altai-Krai.

Die Bilder und Dokumente werden der internationalen Justiz übergeben, denn Plünderungen von Privatpersonen sind ein Kriegsverbrechen.

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