Ukraine Aktuell (5.4.22/2Uhr)

WEITERER ORT DES GRAUENS ENTDECKT

Die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Venediktova schrieb am Abend, dass die Gräueltaten in BORODYANKA, ebenfalls in der Region Kiew, die in BUCHA begangenen «überschatten» werden.
«In Bezug auf menschliche Opfer ist die Situation in Borodyanka am schlimmsten. Es gibt viel zu verarbeiten.»

Borodyanka war Ende letzter Woche von der russischen Besetzung befreit worden. Informationen oder Bilder zu dem, was in Borodyanka geschehen ist, gibt es zurzeit nicht.
Venediktova sagte gegenüber der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian, dass es alleine in der Region Kiews bisher 700 Meldungen über russische Kriegsverbrechen gibt. Man sei aktuell an der Aufarbeitung in Irpin, Worsel, Bucha und Borodyanka.

ZELENSKYJ BEFÜRCHTET NOCH MEHR TOTE

In seiner Videoansprache sagte der ukrainische Präsident Zelenskyj am Montagabend, man habe in Bucha bisher mehr als 300 Opfer registriert. Er befürchtet, dass es noch mehr werden, wenn die ganze Stadt durchsucht ist.

Und weiter sagte er: «Es gibt neue Informationen, dass die Zahl der Opfer der Besatzer in Borodyanka und einigen anderen befreiten Städten sogar noch höher sein könnte. » und «In vielen Dörfern der befreiten Bezirke der Gebiete Kiew, Tschernihiw und Sumy taten die Besatzer Dinge, die die Einheimischen selbst während der Nazi-Besatzung vor 80 Jahren nicht gesehen hatten. Dafür werden sie auf jeden Fall die Verantwortung tragen».

An jene gerichtet, die das Massaker von Bucha relativieren oder in Abrede stellen, sagte Zelinskyj: «Sie versuchen, die Tatsachen zu verzerren. Aber sie werden nicht in der Lage sein, die ganze Welt zu täuschen. Wir bieten Journalisten maximalen Zugang zu Bucha und anderen befreiten Städten der Ukraine. Für Hunderte von Journalisten aus der ganzen Welt.»

IN BUCHA GAB ES EINEN FOLTERKELLER

Die ukrainische Regional-Polizei von Kiew hat in Bucha im Keller eines Kinderheims einen Folterraum entdeckt. Dies schreibt die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Venediktova (@VenediktovaIV).

Ein beigelegtes Bild zeigt vier männliche Leichen, die entlang einer Wand liegen. Venediktova schreibt: «Wir werden alle Umstände der Kriegsverbrechen der Russischen Föderation und der beteiligten Personen ermitteln und vor Gericht stellen.»

SATELLITEN AUFNAHMEN VON BUCHA

Die New York Times (https://www.nytimes.com/…/europe/bucha-ukraine-bodies.html) veröffentlicht Satellitenaufnahmen von Bucha, nahe Kiew. Die Bilder wurden am 19. März 2022 von einem Maxar Satelliten erstellt und zeigen liegende Menschenkörper entlang der Yablonska Strasse in Bucha.

Zu diesem Zeitpunkt war Bucha immer noch unter Kontrolle der russischen Truppen, vermutlich der «Militäreinheit 51460».
Demgegenüber behaupten die Sprecher des Kremls – und ihre Nachplapperer in den sozialen Netzen – dass die in Bucha aufgefundenen Toten erst nach dem Abzug der russischen Truppen «hingelegt» worden seien.

Einen interessanten Faktencheck zu den angeblich «inszenierten Leichen» liefert auch die Deutsche Welle: https://www.dw.com/…/faktencheck-keine…/a-61352918

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