Ukraine Aktuell (25.3.22/21Uhr)

MENSCHEN VERHUNGERN IN MARIUPOL

Der Stadtrat der Hafenstadt Mariupol ruft um Hilfe, da die Bewohner an Hunger sterben. Die Stadt ist von russischen Truppen umschlossen. Immer mehr Menschen bleiben ohne Nahrung zurück, während mehrere Versuche, humanitäre Korridore zu schaffen und Hilfe zu leisten, gescheitert sind, schreibt der Stadtrat.
Hauptgrund dafür sei, dass russische Truppen weiterhin Waffenstillstandsvereinbarungen verletzen.

RUSSLANDS VERLUSTE WERDEN GRÖSSER

General Jakow Rezantsew, Kommandeur der 49. allgemeinen Armee des südlichen Distrikts, fiel bei Kämpfen um den Flughafen von Tschornobajiwka in der Region Cherson. Dies bestätigte die russische Armee.
Im weiteren wurde Alexei Sharov, Oberst der 810. Marinebrigade der Schwarzmeerflotte, nach Angaben russischer Behörden von einem ukrainischen Scharfschützen getötet.
Insgesamt kamen nach ukrainischen Angaben bisher 7 Generäle ums Leben. Russland hat erst 3 davon bestätigt.
Erst zum zweiten Mal hat die russische Armee Zahlen zu den eigenen Verlusten veröffentlicht. Demnach wurden 1.351 seiner Truppen in der Ukraine getötet und 3.925 verwundet.
Die NATO schätzt, dass 7.000 bis 15.000 russische Soldaten getötet wurden, während der ukrainische Militärrat die Zahl von 16’100 toten Russen nennt.

UKRAINER EROBERN KHERSON TEILWEISE ZURÜCK

Russische Streitkräfte haben nicht mehr die volle Kontrolle über Cherson, jene erste ukrainische Großstadt, die die Putins Armee bei der Invasion erobern konnten. Das sagte gemäss New York Times (https://www.nytimes.com/…/25/world/ukraine-russia-war…) ein hoher Beamter des amerikanischen Verteidigungsministeriums.
Die ukrainischen Streitkräfte würden die russischen Vorstösse zurückdrängten, wodurch die strategisch wichtige Hafenstadt wieder zu einem «umkämpften Gebiet» werde.
Demgegenüber hatte Generaloberst Sergej Rudskoi, der Chef der Operativen Hauptabteilung des russischen Militärgeneralstabs, heute behauptet, die Region Cherson sei «vollständig unter Kontrolle».

RUSSEN KESSELN STADT DER TSCHERNOBYL ARBEITER EIN

In der Kleinstadt Slawutysch leben viele Arbeiter, die an der Instandstellung des geborstenen Atomkraftwerks Tschernobyl beteiligt sind. Diese Stadt wurde in den letzten Tagen intensiv mit Artillerie beschossen, so dass keine Schichtwechsel im AKW möglich waren.
Heute berichteter die russische Heeresleitung, dass die Stadt vollständig von russischen Soldaten umzingelt sei. Der Berater von Präsident Zelenskyj erklärt später, dass ein erster Angriff von russischen Truppen auf die Stadt abgewehrt wurde.

VORALLEM MINDERHEITEN IN PUTINS ARMEE

Kamil Galeev/@kamilkazani vom Wilson Center in Washington hat die Listen der verletzten russischen Soldaten aus dem Krankenhaus in Rostow ausgewertet.
Mehr als die Hälfte seien Dagestani und Magomed/Muhammad der meistgenannte Vorname. Gesamthaft betrachtet bilden Kasachen den grössten Anteil der Gefallenen.
Kamil Galeev schreibt: «Die russische Armee ist die Armee der Armen und Minderheiten.» Viele der Rekrutierten würden zum Armeedienst gezwungen und wissen nicht, dass sie sich dagegen wehren könnten.

RUSSLAND WILL SEINE WESTGRENZE AUFRÜSTEN

Der russische Verteidigungsminister Serge Schoigu soll Vorschläge machen, wie die russischen Truppen in Richtung Westgrenze verstärkt werden können. Dies erklärte der Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow.
Der für seine faktenfernen Aussagen bekannte Peskow sagte: «Nicht wir haben uns in die Richtung der NATO bewegt, sondern die NATO hat sich in unsere Richtung bewegt und dadurch eine Gefahr für uns erzeugt, die unsere Besorgnis auslöst».
Verteidigungsminister Schoigu wurde seit zwei Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Bis am 11. März hatte das russische TV täglich aktuelle Bilder von ihm gesendet.

PUTIN SPRICHT VON «TAUSENDJÄHRIGER KULTUR»

Putin sagte bei einem vom staatlichen Fernsehen übertragenen Treffen mit Vertretern der Kultur: «Heute versucht der Westen, die tausendjährige Kultur, unser Volk, aufzulösen».
Dies betreffe die grossen russischen Komponisten Tschaikowski, Schostakowitsch und Rachmaninow. Putin weiter: «Genauso verbannen sie russische Schriftsteller und Bücher».

ANONYUS HACKT RUSSISCHE ZENTRALBANK

The Black Rabbit World/ @Thblckrbbtworld schreibt: 28 Gigabyte Dokumente seien von den Servern der russischen Zentralbank entnommen und veröffentlicht worden. Man wolle die Texte, Excel-Tabellen und eMails auf verschiedene Server weltweit verteilen.
Einen Teil findet sich hier: https://mega.nz/folder/NJoBUYSZ#uOAMx6s9m5PGNDTcMCR7NA oder hier: https://mega.nz/folder/xgllXCDB#XgBMAEpc9zNYHtq0TIAQjQ

RUSSISCHE FLUGGESELLSCHAFT BAUT AB

Die russische Billigfluggesellschaft Pobeda wird ihre Flotte von 41 auf 25 Flugzeuge des Typs Boeing 737-800 verkleinern. Dies teilt Unternehmenschef Andrej Jurikow in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter, schreibt «The Insider» (https://theins.ru/news/249664)
Die Zahl der fliegenden Flugzeuge werde reduziert, um «den Bedarf an Ersatzteilen für die gesamte Flotte in der Zukunft» zu decken und die Flugsicherheit zu gewährleisten.
Von den westlichen Sanktionsmassnahmen sind auch die Fluggesellschaften betroffen, die keine Ersatzteile mehr erhalten.

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