Ukraine-Aktuell (24.3.22/22Uhr)

NUR 5 LÄNDER AUF PUTINS SEITE – 140 GEGEN IHN

Die UNO-Generalversammlung hat mit 140 zu 5 Stimmen eine gegen die russische Invasion gerichtete Resolution angenommen. Diese verlangt unter anderem «eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten der Russischen Föderation gegen die Ukraine, insbesondere aller Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte». 38 Länder enthielten sich der Stimme, darunter China, Indien und mehrere afrikanische Staaten. Gegen die Verurteilung stimmten Nordkorea, Syrien, Eritrea, Weissrussland und Russland.

ERFOLGSMELDUNGEN DER RUSSISCHEN ARMEE

Russische Truppen haben heute Morgen die «vollständige Kontrolle» über die ukrainische Stadt Isjum erlangt, die vor der Invasion 40’000 Bewohner hatte. Die Erfolgsmeldung kam von Igor Konaschenkow, dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums.Tschetschenische Kämpfer, die Russland unterstützen, haben die Kontrolle über das Rathaus in Mariupol übernommen. Dies schreibt Ramsan Kadyrow, der Präsident Tschetscheniens, auf seinem Telegram-Kanal: «Gesprächen mit meinem lieben Bruder Adam Delimkhanov . Die Jungs berichten, dass sie das Verwaltungsgebäude von Mariupol befreit und unsere Flagge darüber gehisst haben. Die überlebenden Banditen gingen kein Risiko ein, verließen ihre Positionen.In schā› Allāh, Mariupol wird bald befreit sein.» Er kündigte zudem «Säuberungen» in Mariupol an.

SPEKULATIONEN UM SERGEJ SCHOIGU

Die Washington Post hat festgestellt, dass der russische Verteidigungsminister seit zwei Wochen nicht mehr gesehen wurde. Der Tagesanzeiger zitiert die unabhängige Journalistin Julija Latynina. Sie utmasst, Schoigu könnte die Gunst des Präsidenten verloren haben, denn Putin misstraue der Armee und habe Schoigu kaltgestellt. Die oppostionelle Zeitung https://meduza.io/ schreibt: «Auf die Frage, warum Schoigu seit dem 11. März nicht mehr im Rampenlicht steht, sagte eine Quelle aus dem Umfeld des Verteidigungsministers, er fühle sich nicht wohl und habe «Herzprobleme»». Der für seine wahren Aussagen berühmte Kremlsprecher Dmitri Peskow (https://www.facebook.com/mario.aldrovandi/posts/7336835636389162) widersprach allen Spekulationen: «Der Verteidigungsminister hat im Moment viel zu tun», sagte Peskow am Donnerstag in Moskau der Agentur Interfax. Es sei nicht die Zeit für Medienauftritte. «Das ist durchaus verständlich.»

LISTE DER SCHIFF-VERLUSTE WIRD LÄNGER

Wie das Video zeigt (https://youtu.be/PNQ_S1VSoxA) , gab es heute Morgen auf dem russischen Landungsschiff «Orsk» einen Brand und mehrere Explosionen, während ein weiteres Schiff den Hafen im Asowschen Meer verlassen konnte. Die auf Militärmaterial spezialisierte Webseite Oryx (https://www.oryxspioenkop.com/) schreibt, dass ein zweites Schiff beim Angriff beschädigt worden sei. Gemäss seiner veröffentlichten Liste wurden bisher drei Kriegsschiffe der Armee Putins zerstört oder beschädigt. Auf Seiten der Ukrainischen Armee betreffen die Verluste Patrouillenboote. (https://www.oryxspioenkop.com/…/list-of-naval-losses…)

KRIEGSVERBRECHER PROZESS ENTWICKELT SICH

Der britische Justizminister Dominic Raab war heute beim Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag. Für die Verfolgung Russlands wegen Kriegsverbrechen stelle Grossbritanien eine Million Pfund (1,23 Mio CHF) bereit, darunter ein IT-System zur Sammlung von Beweisen und einen Verbindungsbeamter zur Unterstützung von Polizei und Strafverfolgungsbehörden. Am Treffen haben, gemäss Raab, die Vertreter von 38 Staaten direkt oder via Telefon teilgenommen. Im Zentrum der Untersuchungen stehen Vladimir Putin und seine Befehlsempfänger.

ZELENSKYJS IDEEN ZUR ISOLATION RUSSLANDS

Als Reaktion auf die heutigen Treffen der G7-Länder und der NATO schlug der ukrainische Präsident folgende Massnahmen vor: Vollständige Blockierung der russischen Zentralbank und der anderen Banken; Ausschluss Russlands vom GPS; Handelsembargo gegen Russland. Die von Russen eingefrorenen Vermögenswerte sollen zur Zahlungen von Reparationen an die Ukraine verwendet werden.

POLEN MACHT FRONT GEGEN RUSSLAND

Das russische Gas werde weiterhin nicht in Rubel gezahlt. Paweł Majewski, Leiter des größten polnischen Öl- und Gasunternehmens PGNiG, sagte, dass der Vertrag mit Gazprom die Zahlungsmethode vorsehe und Polen sie nicht ändern werde.Gestern hatte Polen beschlossen, 40-45 russische Diplomaten wegen Spionage auszuweisen. Heute wurde bekannt, dass alle Konti dieser Diplomaten in Polen eingefroren wurden.

SCHWEIZ HAT 5,75 MILLIARDEN FRANKEN EINGEFROREN

Bis heute hat die Schweiz Vermögenswerte von 5.75 Milliarden von sanktionierten Russen eingefroren. Das gab Erwin Bollinger, Botschafter beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bekannt.Der Hauptteil der gesperrten Vermögen umfasse Bankguthaben, es seien aber auch Kunstwerke und Liegenschaften in Tourismusorten gesperrt worden. Regula Rytz, Nationalrätin Grüne Schweiz schrieb auf Twitter: «Putin-Freunde parkieren rund 200 Mrd. Franken Vermögen in der Schweiz. Der Bund hat erst 6 Mrd. davon gesperrt. Die Vermögens-Meldepflicht bis Juni 2022 (!!!) ist absurd.»

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